Bremen wird Lebensmittelwüste

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts gibt es in Bremen viele Lebensmittelproduktionsorte, teils von Traditionsunternehmen oder als einzige Produktionsstandorte in Deutschland. Doch spätestens 2018 werden davon nur noch wenige vorhanden sein.

Den Anfang machte die Fleisch- & Wurstfabrik Könecke welche ab 2013 nicht mehr in Bremen produziert. Könecke gehört seit 1929 zu Bremen, heute ist nur noch die Verwaltung in Bremen.
Als im Jahr 2012 die dänische Firma Toms den Bremer Schokoladenkonzern Hachez übernahm wusste man noch nichts von den späteren Kündigungen. 2014 verloren mehr als 70 Mitarbeiter ihre Jobs, 2016 waren es 89 Mitarbeiter. Hachez wurde 1890 in Bremen gegründet und ist somit das älteste noch bestehende Süßwarenwerk in Bremen und Umgebung.
Die komplette Produktionseinstellung und somit eine Werksschließung vollzog der Weltkonzern Coca-Cola im August 2016. Coca Cola produzierte 1968 hier die erste Bremer Cola.
Im September 2016 kündigte die Traditionsmarke Kaffee Hag sein einziges Werk zu schließen. Kaffee Hag wurde 1906 in Bremen gegründet und war das erste Unternehmen weltweit, welches koffeinfreien Kaffee produzierte.
Der größte Bierbauer Bremens Beck’s wurde im Jahr 2002 von dem heutigen InBev übernommen. Im Jahr 2017 werden 150 Mitarbeiter entlassen. Die Brauerei Beck’s ist seit 1873 in Bremen und hat rund 1500 Mitarbeiter.

Meine Frage bleibt: Warum schließen soviele Produktionen in Bremen? Und was wird aus Bremen als Lebensmittelstandort?

Mit den Schließungen bzw. Verlegungen von Coca-Cola, Könecke und bald auch Kellogg’s fehlen der Stadt nicht nur bedeutende Produktionsstätten, sondern auch Firmen mit denen man Bremen präsentieren kann. Für Kellogg’s war Bremen immer der einzige Standort in Deutschland, das machte diese Stadt zu etwas besonderem auf dem Lebensmittelmarkt. Außerdem gehört seit über 200 Jahren der Kaffee zu Bremen. Hier wurden die Produzenten Jacobs Kaffee, Kaffee Hag und andere kleine Kaffeeröstereien gegründet.

Die Frage bleibt, was wird aus Bremen?

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