Erwürgt von eigenem Konsum

Ich habe alles! Ich wohne in einer Villa, bekomme genug Geld zum Leben, habe einen Computer, Laptop, Smartphone, Handy, Fernseher, Drucker, Spielekonsolen,  habe das Glück ein warmes Bettchen zuhaben und morgens nicht unbedingt aufstehen zu müssen. Ich besitze soviel Schrott und Mülle mein Zimmer regelmäßig zu… Und gestern wurde es mir zu viel. Am liebsten würde ich alles wegwerfen und neu beginnen, ganz so hirnrissig bin ich dann doch nicht. 

Aber meine Pläne von 2016, mit einem Wohnmobil oder nur Rucksack und Zelt in Deutschland und Europa rumzureisen rückt wieder in den Fokus. Minimalistisch leben interessiert mich seit Jahren, dabei noch unser wunderschönes Land kennen zu lernen ist ein Traum. Am liebsten würde ich mich aus meinem Wohnprojekt (Betreutes Wohnen)  kündigen, einen Camper kaufen und los fahren, mir würde dann aber der finanzielle Halt fehlen. 

Ich bin erwerbsunfähig – und das mit24, ist aber ein anderes Thema – kann nicht mehr als 3h pro Tag arbeiten und werde vom Staat bezahlt. Sollte ich nun auf Reisen gehen, fällt das Geld für die Miete weg – einen Camper muss ich dann doch stehen lassen. Dann doch nur mit dem Zelt reisen? 

Mein bisheriger Konsum äußert sich in etwa so: 50% Autofahren, 30% unnötig viel essen und 20% für elektronische Geräte ausgeben (die ich dann doch kaum nutze). Ich werde ausmisten und meinen Konsum stark reduzieren, denn jeden Tag den ich weiter so lebe werde ich kotzend verlassen. 

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