Ich habe Angst

An diesem Punkt stellt sich die Gewohnheit ein,
An diesem Punkt, wo der Tod als Lösung erscheint,
An diesem Punkt, verliert sich die Angst,
die Angst vor mir, vor der Welt, vor dem Tod.

An diesem Punkt stellen sich alle Gefühle ein,
es ist mir egal geworden was ihr denkt,
es ist mir egal geworden was ihr wollt,
es ist mir scheiß egal wer ihr seid.

Ich habe Angst,
vor mir und meiner Kraft,
Ich habe Angst,
vor dir und deiner Meinung,
Ich habe Angst,
zu leben – aber nicht zu sterben!

An diesem Punkt, wo mir selbst meine Hobbies
fremd erscheinen und ich keine Lust habe
mehr mich mit zu teilen.

An diesem Punkt, verliere ich den Sinn
nach Liebe.

An diesem Punkt, weiß ich enttäusche ich dich,
An diesem Punkt, ist es mir egal was du denkst,
An diesem Punkt, setzt das Messer an,
ich glaubte nie so wirklich dran!

Ich habe Angst,
vor mir und meiner Kraft,
Ich habe Angst,
vor dir und deiner Meinung,
Ich habe Angst,
zu leben – aber nicht zu sterben!

Sie sagen, verliere nicht die Hoffnung,
sie ist schon lange verloren – Hoffnung,
sie sagen, stell dich nicht ab, bleib warm,
doch im herzen ist es kalt – nicht warm.

Sie sagen, es gibt noch einen Weg,
Gott hilft mir auf dem Weg,
tzz….

Sie sagen ich soll mich mitteilen,
aber ich kann dir nichts mitteilen,
weil da nichts mehr ist, was ich fühle,
kennst du das, wenn ich nix mehr fühle?

Ich habe Angst,
vor mir und meiner Kraft,
Ich habe Angst,
vor dir und deiner Meinung,
Ich habe Angst,
zu leben – aber nicht zu sterben!

Geschrieben am 28.10.2013

Verfallen in Depressionen. Geplagt mit den Gedanken sich das Leben zu nehmen. Für mich nichts neues und immer wieder sehr präsent. Ich bin ein Mensch der sich nicht aus Willen umbringen kann. Aber diese Depressionen sind auch ein Ort des Friedens und der Selbstfindung. Respektiert mich mit ihnen oder wendet euch ab. Dieser Text entstand in einer Phase von ca. 3 Wochen in denen ich mehrmals überlegte mir das Leben zu nehmen.