Unser Plastikwahn

Wissen Sie eigentlich wieviel Plastik in einem Monat sie benutzen und wegschmeißen? Wir reden uns die Summen immer klein, weil wir es nicht wahrhaben mögen, aber jeder von uns benutzt pro Tag bis zu 2KG Plastik. Das macht in Deutschland im Jahr bis zu 60 Millionen Tonnen. Mir stellt sich dabei die Frage „Wie kann man diesen Konsum reduzieren?“

Kaufen Sie sich eigentlich auch gelegentlich Wasserflaschen am Kiosk für die Reise im Zug (etc.)? Wussten Sie, dass die Firmen mit 1 Flasche bis zu 1€ verdienen – Abzüge für Produktion, Transport und Verkauf schon abgerechnet? Ein Liter Leitungswasser kostet in Deutschland im Durchschnitt 0,2ct. Sie Können für den Preis einer Wasserflasche vom Kiosk (im Durchschnitt ca. 1,50€/Flasche) 750 1L-Flaschen mit Leitungswasser füllen. Das spart eine Menge kosten und vor allem auch eine Menge Plastikmüll.

Sie kennen das – jedes Produkt was im Supermarkt angeboten wird, gibt es auch in einer „hübschen“ Plastikverpackung – selbst Biogurken! Warum? Plastik ist praktisch, vielseitig, abwaschbar und günstig. Jedoch auch umweltschädlich, tödlich und schwer zerstörbar. Die Frage bleibt bei jeder Plastikverpackung „Brauchen wir das?“.

Nein sagen viele Umweltschützer und Menschen die schon vor Jahren dem Plastikwahn entgegen getreten sind. So zum Beispiel Olga Witt. Sie und ihr Mann müssen gerade einmal alle 6 Monate den Müll entleeren. Wie sie das schaffen? Alles selbst hergestellt und Waren nicht in Verpackungen kaufen. Und so wie die Witts gibt es auch noch mehr Menschen, die fast ohne Plastik leben. Doch wir müssen gar nicht soo rabiat sein um der Umwelt etwas gutes zu tun. Achten Sie auf Gemüsen, Obst und alles was nicht unbedingt in Plastik verpackt sein muss. Obst und Gemüse können Sie zum Beispiel auf dem Wochenmarkt kaufen. Anstatt dort die Plastiktüten mit zu nehmen, bitten Sie die Verkäufer einfach die Ware in ihren mitgebrachten Korb oder Stoffbeutel zu legen. Kartoffeln bekommt man übrigens in ländlicheren Regionen direkt beim Bauern und ansonsten ebenfalls auf dem Wochenmarkt.

Also wenn Sie etwas verändern wollen, müssen Sie nicht so große Schritte gehen, sondern verändern Sie Ihren Konsum und Ihr Kaufverhalten. Zusammen können wir die Welt ein bisschen besser machen.

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