Timo Ewald

Jeder hat eine Geschichte, dies ist meine!

Jahr: 2016

“Think Twice” – überleg’ zweimal, daank twema

Im Song “Another Day in Paradise” von Phil Collins aus meinem Geburtsjahr geht es darum, dass wir uns zweimal überlegen sollten ob wir einfach blind aneinander vorbei laufen wollen. Denn irgendwo braucht jeder mal Hilfe. Das Lied handelt von Obdachlosigkeit und unserer Ignoranz dieser. Seien wir mal ehrlich, wer denkt über Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit und deren Folgen für uns selbst und der Gesellschaft nach? Wir laufen durch das Leben und wollen immer mehr und immer bessere Dinge und vergessen die die nichts davon haben.

Auch ich habe und nein tu dies immer noch und immer wieder mich an erster Stelle gesehen, andere Missachtet und meinen Konsum erhöht. Das andere Menschen auch mit nur einer Decke, einer Schachtel voll Geld und oft ohne warmen Schlafplatz überleben hat mich kaum interessiert. Das Ganze wurde mir erst bewusst als ich vor 2 Jahren einen solchen Menschen kennen lernte, wir habe keinen Kontakt mehr, weil unsere Welten zu verschieden sind. Aber durch diese Begegnung musste ich mir eingestehen, dass ich verdammt glücklich sein kann über das was ich habe:

  • ich besitze ein Dach über dem Kopf und das immer dann wenn ich will; beim Schlafen und beim Leben
  • ich kann in Ruhe einschlafen und brauch keine Angst davor haben ob ich morgen erfroren bin
  • mein Bett ist weich und mollig warm
  • ich kann soviel und vor allem zu jeder Zeit essen, mein Kühlschrank ist immer voll
  • ich habe eine Familie die mich schützt, stützt und mir wärme gibt, sie ist immer für mich da
  • ich habe Freunde die zu mir stehen und viele tolle Dinge mit mir erleben
  • ich bekomme fast alles bezahlt (Essen, Wohnung, Fahrten, etc.) und muss mir seltenst Sorgen darüber machen
  • ich habe zwar keinen Job, das mindert meine Lebensqualität nur ein bisschen
  • ich darf jeden Morgen mit einem Lächeln aufwachen
  • ich habe auch Materiell viele Besitztümer
  • ich Reise viel umher und darf mich dennoch immer auf ein warmes, ruhiges Bettchen freuen

Den meisten Menschen, die diesen Blog lesen geht es so wie mir. Auch ihr habt einen gewissen Besitz den ihr teilen dürft mit wem ihr wann immer ihr es wollt. Auch ihr habt Freunde oder Familie oder jemand der euch auffängt, auch wenn diese Familie sich nicht immer wie eine verhält. Ihr könnt reden, lesen, essen, wohnen und leben wo ihr wollt. Reisen ist nur eine Frage des Ziels.

Wir alle sollten zweimal darüber nachdenken was wir täglich tun und wem wir begegnen. Jeder Tag auf dieser Erde ist ein Geschenk und wenn das Leben erlischt könnt ihr nichts rückgängig machen. Behandelt andere Menschen so wie ihr auch behandelt werden wollt. Gebt den Obdachlosen auch mal ein Getränk aus oder ladet sie sogar zum Essen ein. Nur zusammen können wir dieses ganze Grauen auf der Welt ändern!

We al per twema tre van daank wat we daglig deen aan wen we seen. Jeed Dag ob dit World is een Geshenk aan waan dat Liv erlist kan er net bak maakn. Behoondl ondere Pijpl so way er tu behoondl waard will. Givt de Homles tu ma een Gedrink out or een Eatn. Nor tosam kan we dit gante Grojn ob de World annern!

Oh, think twice, it’s just another day for
For you and me in paradise
Oh, think twice, it’s just another day
For you, you and me in paradise
Just think about it

 

Das Leben ohne Facebook, WhatsApp & Co…

Seit 47 Tagen ohne Facebook und seit 18 Tagen ohne WhatsApp, wie geht es mir damit und wo liegen die Schwierigkeiten?

Auf die Frage “Hast du WhatsApp?” gab es von mir bis vor 18 Tagen immer ein klares “Ja!”. Seit dem nur noch ein freudiges nein. Und auch Facebook ist, schon etwas länger, kein Teil meines Lebens mehr, surfte ich doch bisher bis zu 18h am Tag im Internet, so verringerte sich diese Zeit auf durchschnittlich 6-10h.

Meisten langweile ich mich

Die meiste Zeit langweile ich mich im Netz, denn ich verbiete mir strikt Facebook und Co zu benutzen. Das klingt allerdings viel härter als es ist. So fehlt mir nicht das dumpfe scrollen durch den Tag meiner “Freunde” und auch nicht unbedingt diese Menschen (einige mehr andere weniger), jedoch fehlt mir die Möglichkeit überhaupt auf das blaue Datenmonster zu klicken. Manche Bilder, Videos, Tageserfahrungen etc. würde ich so gerne teilen.

Onderweg

Aber ich bin tatsächlich mehr unterwegs, treffe öfter meine Freunde, telefoniere mit ihnen und bin viel Lebensfroher. Am 14.12.2016 wird mein Album “Onderweg” erscheinen und ich freue mich darauf, auch wenn es kein Kommerzielles Album sein wird. Denn in Onderweg steckte ich nicht nur Arbeit und meine Freude am Musik machen, nein ich verbringe zum ersten Mal nach 10 Jahren die Nachricht “Sei Glücklich, denn das Leben ist viel zu kurz für Depression”. Onderweg wird das erste Album in komplett lirischer Sprache (da es keine Texte gibt nur deren Titel und Erklärungen). Das Datum ist nicht zufällig gewählt, dazu aber später mehr.
Und auch hier fehlt mir Facebook, da ich das Album nicht vertreiben kann. Nur Leute die das Datum kennen, werden das Album hören und Teilen. Das ist mir bewusst und auch egal. Mache ich einen Menschen glücklich damit, dann hat es sich schon gelohnt.

Datenkrake WhatsApp

Warum ich bei WhatsApp weggegangen bin lässt sich in einem Wort zusammen fassen: Datenkrake. Genauso wie Facebook (und aus dem selben Grund) verließ ich den Messenger einen Monat später. Es gab mehrere Gründe, unter anderem der, dass ich nicht die Nummern meiner Freunde, welche WhatsApp nicht nutzten, an Facebook & Co verteilen wollte. Mein Gefühl von Freiheit konnte ich nur stärken, in dem ich den Messenger hinter mir ließ. WhatsApp fehlt mir deutlich mehr als Facebook, da eine einfache Kommunikation mit Freunde nicht mehr so einfach ist. Außerdem kann man über die normale SMS (mein Hauptkommunikationsweg) keine Bilder und Videos teilen.

Trotz der ganzen negativen Nachteile werde ich nicht zurückkehren. Jetzt nicht und wohl auch nicht später.

Bremen wird Lebensmittelwüste

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts gibt es in Bremen viele Lebensmittelproduktionsorte, teils von Traditionsunternehmen oder als einzige Produktionsstandorte in Deutschland. Doch spätestens 2018 werden davon nur noch wenige vorhanden sein.

Den Anfang machte die Fleisch- & Wurstfabrik Könecke welche ab 2013 nicht mehr in Bremen produziert. Könecke gehört seit 1929 zu Bremen, heute ist nur noch die Verwaltung in Bremen.
Als im Jahr 2012 die dänische Firma Toms den Bremer Schokoladenkonzern Hachez übernahm wusste man noch nichts von den späteren Kündigungen. 2014 verloren mehr als 70 Mitarbeiter ihre Jobs, 2016 waren es 89 Mitarbeiter. Hachez wurde 1890 in Bremen gegründet und ist somit das älteste noch bestehende Süßwarenwerk in Bremen und Umgebung.
Die komplette Produktionseinstellung und somit eine Werksschließung vollzog der Weltkonzern Coca-Cola im August 2016. Coca Cola produzierte 1968 hier die erste Bremer Cola.
Im September 2016 kündigte die Traditionsmarke Kaffee Hag sein einziges Werk zu schließen. Kaffee Hag wurde 1906 in Bremen gegründet und war das erste Unternehmen weltweit, welches koffeinfreien Kaffee produzierte.
Der größte Bierbauer Bremens Beck’s wurde im Jahr 2002 von dem heutigen InBev übernommen. Im Jahr 2017 werden 150 Mitarbeiter entlassen. Die Brauerei Beck’s ist seit 1873 in Bremen und hat rund 1500 Mitarbeiter.

Meine Frage bleibt: Warum schließen soviele Produktionen in Bremen? Und was wird aus Bremen als Lebensmittelstandort?

Mit den Schließungen bzw. Verlegungen von Coca-Cola, Könecke und bald auch Kellogg’s fehlen der Stadt nicht nur bedeutende Produktionsstätten, sondern auch Firmen mit denen man Bremen präsentieren kann. Für Kellogg’s war Bremen immer der einzige Standort in Deutschland, das machte diese Stadt zu etwas besonderem auf dem Lebensmittelmarkt. Außerdem gehört seit über 200 Jahren der Kaffee zu Bremen. Hier wurden die Produzenten Jacobs Kaffee, Kaffee Hag und andere kleine Kaffeeröstereien gegründet.

Die Frage bleibt, was wird aus Bremen?

der Reichtum des Lebens

Bis vor wenigen Wochen dachte ich noch, ich gehöre zu den ärmsten Menschen der Nation, weil ich halt nicht Reich an Geld und Wertsachen war. Nun habe ich verstanden, dass ich sehr wohl reich bin. Mein Reichtum heißt Erfahrung.

In meiner neuen Lebenssituation treffe ich regelmäßig neue, interessante Menschen und komme in einen regen Austausch. Erfahren habe ich, dass es Menschen gibt die ihr ganzes Leben deutlich ärmer waren und nur wenig außerhalb ihrer Welt erlebten. Mir fiel auf, dass ich gegenüber meinem Mitbewohner deutlich mehr Reichtum besaß, nicht nur Materiell. Wir, also meine Eltern, mein Bruder und ich sind jedes Jahr mindestens 1 Mal in Urlaub gefahren, haben mindestens 1x im Jahr das Miniatur Wunderland in Hamburg besucht und haben gemeinsam mit meiner Schwester viele Ausflüge in die Region unternommen. Mindestens 1x im Monat waren wir bei meiner Oma, die etwa 40km weit weg wohnte. All diese Erfahrungen hat mein Mitbewohner nur in einem geringen Maß erlebt. Seine Familie hat(te) dafür einfach nicht das Geld.

Aber auch andere Erfahrungen, sei es negativ oder positiv, durfte ich machen und dazu lernen. Und ich behaupte mit Glück nie Erfahrung mit Drogen gemacht haben zu müssen und auch nur selten Alkohol zu mir zu nehmen. Dennoch lehrt uns das Leben so viele Dinge, beginnend damit, dass die Welt nicht so Rosafriedlich ist wie wir es in Kindertagen erlebten bis hin zu der Einsicht, welcher mir erst jetzt kam, dass man Dankbar für das sein darf, was man hat(te).

Ich musste schmerzlich am eigenen Leib erfahren, wie Mobbing und Mutismus einen in die tiefste, suizidale Depression stürzen können, wie man diese mehr als 15 Jahre aushalten muss und das einem nicht geglaubt wird, wenn man nicht mehr kann. Dennoch durfte ich erfahren, dass man in dieser Zeit auch positive Dinge erleben darf, dass man sie aber erst viel zu spät wahrnimmt. Ich bin glücklich für die Familie die ich habe, für meine Freunde, bin glücklich das ich nie Gewalt erleben musste und meine Eltern keiner Sucht verfallen waren.

Worüber ich hier schreibe, ist das Leben. Es geht Bergauf und Bergab und meistens können wir in den schweren Phasen unser Glück nicht sehen, dennoch ist es da und wir sollten versuchen nur dies zu sehen. Im Juni hat sich mein Leben komplett geändert, durch eine neue Wohnsituation und neuen Menschen um mich herum löste sich die Depression auf, ich bekam neuen Mut und neue Kraft etwas zu tun. Mein Kopf entwickelte neue, eigene Pläne. Es ist als sei ein Wunder geschehen. Gott gab mir ein Lächeln zurück!

Auch nach dieser Veränderung blieben tiefen nicht aus, das erste Mal das ich weinte und mich schlecht fühlte, war im August. Meine Probleme wurden zwar weicher, aber verschwanden nicht einfach. Ein großes Thema was mich beschäftigte war der Drang mich aus dem Internet auszuklinken und endlich das zu tun, wozu ich Lust hatte. Also beschloss ich spontan am 29. August Facebook zu verlassen und deaktivierte meine Konten. Bis zum 28. September war ich ja immerhin noch über WhatsApp erreichbar, welches ich dann allerdings auch löschte. Ob ich meine Freunde im Stich ließ mit diesen Schritten? Nein. Endlich spürte ich, wer meine wirklich wahren, echten Freunde sind, die die mit zogen, denen es egal ist, dass ich ab jetzt nur noch per SMS erreichbar bin. Mit jedem dieser Schritte verlor ich einen Teil meiner Last, denn ich lebte seit 2011 ständig – also rund um die Uhr im Internet, war oft sogar mehr als 18h/Tag online und quasi immer erreichbar. Nun, ganz ehrlich, so etwas benötige ich nicht mehr.

Natürlich fiel es mir nicht so leicht, wie man es hier liest. Facebook zu verlassen tat noch 2 Wochen danach “weh”, denn ich konnte nicht mal eben gucken was meine “Freunde” taten, ich konnte ihnen nicht einfach spontan schreiben (weil kaum einer eine SMS-Flat hat) und überhaupt war ich sehr abgeschnitten. Doch genau das wollte ich! Meinen Internetkonsum drastisch reduzieren. Und ich tat es. WhatsApp zu verlassen war sogar leichter als gedacht (bisher), denn denen ich bei WhatsApp stetig schrieb, denen kann ich auch eine SMS schreiben. Wie mein “Experiment” weiter verläuft werde ich berichten.

Mein Anliegen in diesem Beitrag liegt darin, anderen zu sagen und zu zeigen, wie schön das Leben sein kann. Selbst als Autist gehänselt, bedrängt, bedroht und verprügelt worden, ab in die Depression geschickt und erst viele Jahre später befreit, weiß ich um das Bedürfnis nach Ruhe und Frieden. Wir sollten uns die schönen Dinge raussuchen und den Rest vergessen, das Leben ist zu kurz um traurig zu sein. Wenn du etwas ändern willst, mach es, denn Mauern wird es immer geben, aber man kann sie überwinden. Und ganz wichtig: egal wie blöd die Situation auch sein mag, es gibt immer etwas positives darin, sei es das du lebst und atmest. Sei auch mal Egoist, auch wenn die Situation nicht passend ist, denn sonst verliert man sich. Und die Religion, Herkunft und Sexualität ist wurscht, so lange du im Herzen rein bist und andere Menschen friedlich leben lässt!

Unser Plastikwahn

Wissen Sie eigentlich wieviel Plastik in einem Monat sie benutzen und wegschmeißen? Wir reden uns die Summen immer klein, weil wir es nicht wahrhaben mögen, aber jeder von uns benutzt pro Tag bis zu 2KG Plastik. Das macht in Deutschland im Jahr bis zu 60 Millionen Tonnen. Mir stellt sich dabei die Frage “Wie kann man diesen Konsum reduzieren?”

Kaufen Sie sich eigentlich auch gelegentlich Wasserflaschen am Kiosk für die Reise im Zug (etc.)? Wussten Sie, dass die Firmen mit 1 Flasche bis zu 1€ verdienen – Abzüge für Produktion, Transport und Verkauf schon abgerechnet? Ein Liter Leitungswasser kostet in Deutschland im Durchschnitt 0,2ct. Sie Können für den Preis einer Wasserflasche vom Kiosk (im Durchschnitt ca. 1,50€/Flasche) 750 1L-Flaschen mit Leitungswasser füllen. Das spart eine Menge kosten und vor allem auch eine Menge Plastikmüll.

Sie kennen das – jedes Produkt was im Supermarkt angeboten wird, gibt es auch in einer “hübschen” Plastikverpackung – selbst Biogurken! Warum? Plastik ist praktisch, vielseitig, abwaschbar und günstig. Jedoch auch umweltschädlich, tödlich und schwer zerstörbar. Die Frage bleibt bei jeder Plastikverpackung “Brauchen wir das?”.

Nein sagen viele Umweltschützer und Menschen die schon vor Jahren dem Plastikwahn entgegen getreten sind. So zum Beispiel Olga Witt. Sie und ihr Mann müssen gerade einmal alle 6 Monate den Müll entleeren. Wie sie das schaffen? Alles selbst hergestellt und Waren nicht in Verpackungen kaufen. Und so wie die Witts gibt es auch noch mehr Menschen, die fast ohne Plastik leben. Doch wir müssen gar nicht soo rabiat sein um der Umwelt etwas gutes zu tun. Achten Sie auf Gemüsen, Obst und alles was nicht unbedingt in Plastik verpackt sein muss. Obst und Gemüse können Sie zum Beispiel auf dem Wochenmarkt kaufen. Anstatt dort die Plastiktüten mit zu nehmen, bitten Sie die Verkäufer einfach die Ware in ihren mitgebrachten Korb oder Stoffbeutel zu legen. Kartoffeln bekommt man übrigens in ländlicheren Regionen direkt beim Bauern und ansonsten ebenfalls auf dem Wochenmarkt.

Also wenn Sie etwas verändern wollen, müssen Sie nicht so große Schritte gehen, sondern verändern Sie Ihren Konsum und Ihr Kaufverhalten. Zusammen können wir die Welt ein bisschen besser machen.

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