Timo Ewald

Jeder hat eine Geschichte, dies ist meine!

Monat: September 2016

der Reichtum des Lebens

Bis vor wenigen Wochen dachte ich noch, ich gehöre zu den ärmsten Menschen der Nation, weil ich halt nicht Reich an Geld und Wertsachen war. Nun habe ich verstanden, dass ich sehr wohl reich bin. Mein Reichtum heißt Erfahrung.

In meiner neuen Lebenssituation treffe ich regelmäßig neue, interessante Menschen und komme in einen regen Austausch. Erfahren habe ich, dass es Menschen gibt die ihr ganzes Leben deutlich ärmer waren und nur wenig außerhalb ihrer Welt erlebten. Mir fiel auf, dass ich gegenüber meinem Mitbewohner deutlich mehr Reichtum besaß, nicht nur Materiell. Wir, also meine Eltern, mein Bruder und ich sind jedes Jahr mindestens 1 Mal in Urlaub gefahren, haben mindestens 1x im Jahr das Miniatur Wunderland in Hamburg besucht und haben gemeinsam mit meiner Schwester viele Ausflüge in die Region unternommen. Mindestens 1x im Monat waren wir bei meiner Oma, die etwa 40km weit weg wohnte. All diese Erfahrungen hat mein Mitbewohner nur in einem geringen Maß erlebt. Seine Familie hat(te) dafür einfach nicht das Geld.

Aber auch andere Erfahrungen, sei es negativ oder positiv, durfte ich machen und dazu lernen. Und ich behaupte mit Glück nie Erfahrung mit Drogen gemacht haben zu müssen und auch nur selten Alkohol zu mir zu nehmen. Dennoch lehrt uns das Leben so viele Dinge, beginnend damit, dass die Welt nicht so Rosafriedlich ist wie wir es in Kindertagen erlebten bis hin zu der Einsicht, welcher mir erst jetzt kam, dass man Dankbar für das sein darf, was man hat(te).

Ich musste schmerzlich am eigenen Leib erfahren, wie Mobbing und Mutismus einen in die tiefste, suizidale Depression stürzen können, wie man diese mehr als 15 Jahre aushalten muss und das einem nicht geglaubt wird, wenn man nicht mehr kann. Dennoch durfte ich erfahren, dass man in dieser Zeit auch positive Dinge erleben darf, dass man sie aber erst viel zu spät wahrnimmt. Ich bin glücklich für die Familie die ich habe, für meine Freunde, bin glücklich das ich nie Gewalt erleben musste und meine Eltern keiner Sucht verfallen waren.

Worüber ich hier schreibe, ist das Leben. Es geht Bergauf und Bergab und meistens können wir in den schweren Phasen unser Glück nicht sehen, dennoch ist es da und wir sollten versuchen nur dies zu sehen. Im Juni hat sich mein Leben komplett geändert, durch eine neue Wohnsituation und neuen Menschen um mich herum löste sich die Depression auf, ich bekam neuen Mut und neue Kraft etwas zu tun. Mein Kopf entwickelte neue, eigene Pläne. Es ist als sei ein Wunder geschehen. Gott gab mir ein Lächeln zurück!

Auch nach dieser Veränderung blieben tiefen nicht aus, das erste Mal das ich weinte und mich schlecht fühlte, war im August. Meine Probleme wurden zwar weicher, aber verschwanden nicht einfach. Ein großes Thema was mich beschäftigte war der Drang mich aus dem Internet auszuklinken und endlich das zu tun, wozu ich Lust hatte. Also beschloss ich spontan am 29. August Facebook zu verlassen und deaktivierte meine Konten. Bis zum 28. September war ich ja immerhin noch über WhatsApp erreichbar, welches ich dann allerdings auch löschte. Ob ich meine Freunde im Stich ließ mit diesen Schritten? Nein. Endlich spürte ich, wer meine wirklich wahren, echten Freunde sind, die die mit zogen, denen es egal ist, dass ich ab jetzt nur noch per SMS erreichbar bin. Mit jedem dieser Schritte verlor ich einen Teil meiner Last, denn ich lebte seit 2011 ständig – also rund um die Uhr im Internet, war oft sogar mehr als 18h/Tag online und quasi immer erreichbar. Nun, ganz ehrlich, so etwas benötige ich nicht mehr.

Natürlich fiel es mir nicht so leicht, wie man es hier liest. Facebook zu verlassen tat noch 2 Wochen danach “weh”, denn ich konnte nicht mal eben gucken was meine “Freunde” taten, ich konnte ihnen nicht einfach spontan schreiben (weil kaum einer eine SMS-Flat hat) und überhaupt war ich sehr abgeschnitten. Doch genau das wollte ich! Meinen Internetkonsum drastisch reduzieren. Und ich tat es. WhatsApp zu verlassen war sogar leichter als gedacht (bisher), denn denen ich bei WhatsApp stetig schrieb, denen kann ich auch eine SMS schreiben. Wie mein “Experiment” weiter verläuft werde ich berichten.

Mein Anliegen in diesem Beitrag liegt darin, anderen zu sagen und zu zeigen, wie schön das Leben sein kann. Selbst als Autist gehänselt, bedrängt, bedroht und verprügelt worden, ab in die Depression geschickt und erst viele Jahre später befreit, weiß ich um das Bedürfnis nach Ruhe und Frieden. Wir sollten uns die schönen Dinge raussuchen und den Rest vergessen, das Leben ist zu kurz um traurig zu sein. Wenn du etwas ändern willst, mach es, denn Mauern wird es immer geben, aber man kann sie überwinden. Und ganz wichtig: egal wie blöd die Situation auch sein mag, es gibt immer etwas positives darin, sei es das du lebst und atmest. Sei auch mal Egoist, auch wenn die Situation nicht passend ist, denn sonst verliert man sich. Und die Religion, Herkunft und Sexualität ist wurscht, so lange du im Herzen rein bist und andere Menschen friedlich leben lässt!

Unser Plastikwahn

Wissen Sie eigentlich wieviel Plastik in einem Monat sie benutzen und wegschmeißen? Wir reden uns die Summen immer klein, weil wir es nicht wahrhaben mögen, aber jeder von uns benutzt pro Tag bis zu 2KG Plastik. Das macht in Deutschland im Jahr bis zu 60 Millionen Tonnen. Mir stellt sich dabei die Frage “Wie kann man diesen Konsum reduzieren?”

Kaufen Sie sich eigentlich auch gelegentlich Wasserflaschen am Kiosk für die Reise im Zug (etc.)? Wussten Sie, dass die Firmen mit 1 Flasche bis zu 1€ verdienen – Abzüge für Produktion, Transport und Verkauf schon abgerechnet? Ein Liter Leitungswasser kostet in Deutschland im Durchschnitt 0,2ct. Sie Können für den Preis einer Wasserflasche vom Kiosk (im Durchschnitt ca. 1,50€/Flasche) 750 1L-Flaschen mit Leitungswasser füllen. Das spart eine Menge kosten und vor allem auch eine Menge Plastikmüll.

Sie kennen das – jedes Produkt was im Supermarkt angeboten wird, gibt es auch in einer “hübschen” Plastikverpackung – selbst Biogurken! Warum? Plastik ist praktisch, vielseitig, abwaschbar und günstig. Jedoch auch umweltschädlich, tödlich und schwer zerstörbar. Die Frage bleibt bei jeder Plastikverpackung “Brauchen wir das?”.

Nein sagen viele Umweltschützer und Menschen die schon vor Jahren dem Plastikwahn entgegen getreten sind. So zum Beispiel Olga Witt. Sie und ihr Mann müssen gerade einmal alle 6 Monate den Müll entleeren. Wie sie das schaffen? Alles selbst hergestellt und Waren nicht in Verpackungen kaufen. Und so wie die Witts gibt es auch noch mehr Menschen, die fast ohne Plastik leben. Doch wir müssen gar nicht soo rabiat sein um der Umwelt etwas gutes zu tun. Achten Sie auf Gemüsen, Obst und alles was nicht unbedingt in Plastik verpackt sein muss. Obst und Gemüse können Sie zum Beispiel auf dem Wochenmarkt kaufen. Anstatt dort die Plastiktüten mit zu nehmen, bitten Sie die Verkäufer einfach die Ware in ihren mitgebrachten Korb oder Stoffbeutel zu legen. Kartoffeln bekommt man übrigens in ländlicheren Regionen direkt beim Bauern und ansonsten ebenfalls auf dem Wochenmarkt.

Also wenn Sie etwas verändern wollen, müssen Sie nicht so große Schritte gehen, sondern verändern Sie Ihren Konsum und Ihr Kaufverhalten. Zusammen können wir die Welt ein bisschen besser machen.

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén