Timo Ewald

Jeder hat eine Geschichte, dies ist meine!

Kategorie: Leben Seite 1 von 3

Lebenszeichen

Liebe Leser_in,

dies ist der zweite Versuch, meine Gedanken aufzuschreiben. In diesem Monat ist soviel passiert, dass ich es noch gar nicht alles beschreiben kann. Im August verlor ich dank meiner Depression meinen Job, Anfang September hatte ich einen Autounfall bei dem mein Auto zerstört und mir damit meine größte Freiheit genommen wurde. Seit Anfang September hatte ich außerdem Stress mit dem Amt, welches mir meine Grundsicherung auszahlte und war kurz davor die Stadt zu wechseln um meiner Freundin näher zu sein. Und genau diese machte an dem ersten Wochenende (zwei Tage nach dem Unfall) mit mir Schluss. Wie ich später erfuhr liebte sie mich schon seit Monaten nicht mehr und hatte mich belogen. Mehrfach.

Mitte September, also vor ein paar Tagen, bekam ich dann noch eine blöde Erfahrung. Dies war zuviel für mich. Alleine zuhause klappte ich zusammen und wurde am Boden liegend, bei Bewusstsein und Unterzuckert vom Rettungsdienst gefunden und in ein Krankenhaus gebracht. Inzwischen bin ich wieder zuhause. Wie es mir geht, was fühle und teilweise auch das was ich denke oder mache entfällt mir. Ich tue oft etwas und habe danach keinerlei Ahnung was ich gemacht habe.

Ich hoffe das war es mit negativen Erfahrungen im September und hoffe der Oktober wird besser. Als kleine Anmerkung: Im Oktober (Datum steht noch nicht fest) wird mein neues Album “Feenstaub” erscheinen. Am besten einfach mal Ende Oktober auf dieser Webseite vorbei schauen!

Vielen Dank für’s Lesen dieser kurzen Nachricht und bis bald

Die Suche nach dem Glück

Liebe Leser_in,

vor nicht einmal einem Jahr war ich noch einer glücklichen Phase in der mir nichts und niemand etwas anhaben konnte. Damals war ich tatsächlich 95% der Zeit Glücklich und 4% Zufrieden. Diese Phase hielt mehr als 1 1/2 Jahre und hat mir viel dabei geholfen mich selbst zu entwickeln. Zudem konnte ich endlich mal das Leben genießen und war nicht gleich auf 180 wenn etwas nicht so lief wie geplant. In dieser Zeit ging zum Beispiel mein Fernseher kaputt und wäre ich nicht so zufrieden mit mir und meinem Leben gewesen, dann wäre ich sicher ausgerastet. Stattdessen sagte ich mir “nun denn, dann ist das halt so” und habe mir nie wieder Gedanken um einen neuen Fernseher gemacht.

Doch Anfang dieses Jahres begann die depressive Stimmung mich wieder einzunehmen und forderte mich mehr und mehr heraus. Ich war immer öfter krank und nicht fähig meine Arbeit aufzunehmen. Diese wurde nun beendet, da es mir nicht mehr möglich war regelmäßig zu erscheinen. Man muss dazu sagen, dass ich mit 2 Tagen/Woche angefangen hatte, dann im April auf 4 Tage/Woche hochgestuft wurde und als nichts mehr ging wieder runter auf 2 gegangen bin. Jedoch waren diese 2 Tage immer sehr flexibel, so hatte ich weder feste Zeiten noch Tage an denen ich arbeiten musste. Dieser Umstand forderte mich mit der Zeit immer mehr und ich brach alle meine Kräfte ab.

Bis vor wenigen Tagen war mir das alles relativ egal, denn ich wollte einfach das keiner mehr bestimmt was ich tun soll. Doch in den letzten Tagen begriff ich immer mehr wieviel positive Dinge ich im Leben besitze und dass ich mein Leben selbst gestalten darf und kann. Deshalb werde ich umziehen, mich nicht mehr um eine Arbeit bemühen, Dinge machen die mir Glück und Freude bringen. Auch wenn es vieles in meinem Leben gibt was mich nervt begreife ich immer mehr den Luxus in dem ich lebe und möchte genau dort ansetzen. Diesen Luxus dafür nutzen mich wieder zum Lachen fühlen bringen.

So habe ich heute meine Tagebuch-App Daylio (klare Empfehlung an der Stelle) genommen und einfach mal nachgeschaut was ich vor 1 Jahr gemacht habe. Doch ich habe nichts anders gemacht als heute. Also muss dieser Umstand mit dem Glücklichsein viel mehr von dem abhängen was und wie ich denke. Mal reinfühlen wie ich vor einem Jahr gefühlt habe wird nur schwer klappen, aber vielleicht kann ich schon dieses Wissen nutzen und mir selbst dabei zu helfen.

Wobei? Na bei der Suche nach dem Glück!

 

Raus hier

Liebe Leser_in,

nun bin ich schon 27 Jahre alt und lebe seit mehr als 8 Jahren in Bremen. Hier bin ich aufgewachsen, habe diese Stadt jedoch schon früh verlassen. Leider kam ich immer zurück. Mich nervt diese Stadt immer mehr. Mir ist Bremen zu laut, zu groß, zu viele Menschen leben hier und ich finde die schönsten Ecken können sich mit anderen Städten nicht messen. Hier gibt es den Bürgerpark und einige Fleckchen an der Weser, welche mir gefallen. Aber sie sind schon lange langweilig geworden. Ich möchte raus und etwas neues erleben. Zudem suche ich nach neuen Herausforderungen und möchte nicht mehr über die selben Orte, Geschichten, Erinnerungen und Leute stolpern. Ich habe diese Stadt satt.

So suchte ich schon 2017 nach neuen Orten und fand mal hier, mal dort einen schönen Fleck. Jedoch habe ich mich nie getraut dieses Ziel anzugehen und bin meinem ewigen Trott treu geblieben. Habe in Bremen Wohnungen gesucht und bin daran verzweifelt. Ja, ich habe im Jahr 2018 hier nach Jahren der Arbeitslosigkeit einen Job gefunden und ich habe hier auch meine Familie und den Großteil meiner Freunde. Dennoch denke ich, dass es Zeit ist etwas zu verändern. Denn in den letzten Monaten stellte sich eine immer düsterwerdende Depression ein und vergrub alles darunter. Mein Job fiel mir zusehens schwerer bis ich ihn vor ein paar Tagen verlor. Es ist mir bewusst, dass ein Umzug meine Probleme nicht lösen wird, aber ich hoffe es tun sich neue Wege auf und endlich neue, spannende Möglichkeiten.

Also begann ich im Mai meinen Umzug zu planen, zunächst einmal musste ich mir sicher werden, dass ich das wirklich will und wohin es denn eigentlich gehen sollte. Und ich fand meinen Platz, jedenfalls im Kopf. Meine neue Heimat suche ich in der Region Hannover, am liebsten in den Orten Springe, Barsinghausen, Gehrden oder Ronnenberg. Hier fühle ich mich wohl und es gibt auch persönliche Gründe dafür. Doch alleine möchte ich nicht leben, denn das würde in wenigen Monaten oder Jahren in einer Katastrophe enden. Daher suche ich eine kleine WG in der ich leben kann und betreut werde – entweder die gesamte WG oder eben nur ich. Vielleicht, liebe Leser_in, kennt ihr ja so etwas in der Region.

Auf diesem Blog werde ich weiterhin darüber berichten und auch auf meinem Instagram-Profil erfahrt ihr regelmäßig wie es weiter geht.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und einen guten Start in die Woche,

euer Timo

 

Warum ich wieder depressiv wurde

Liebe Leser_in,

vor einigen Jahren schrieb ich auf diesem Blog einen Beitrag dazu, wie man mit Menschen mit Depression umgehen sollte und wie es sich anfühlt Depression zu haben. Damals hatte ich gerade meine 15-jährige Depression hinter mir gelassen und war das erste Mal in meinem Leben mehrere Monate am Stück gut drauf. Bis vor wenigen Monaten hätte ich nicht gedacht, dass sich dies wieder ändern wird. Nun gut, ich wusste das es nicht immer so fröhlich weitergehen wird, aber ich dachte dieses Glück dauert noch ein bisschen an.

Im März konnte ich nach gerade einmal 6 Monaten Arbeit meine Stunden um das doppelte erhöhen und war darüber anfangs sehr glücklich. So lebte ich doch jahrelang in der Arbeitslosigkeit und konnte mich nun darauf freuen bald – also in ein paar Jahren – endlich raus aus dem Sozialhilfebezug zu kommen. Am Anfang viel es mir schwer mich daran zu gewöhnen 4 Tage die Woche zur Arbeit zugehen, obwohl es mir noch Spaß machte. Ich dachte, dass würde ich in den Griff bekommen und machte weiter.

Zunehmend verlor ich meine Gelassenheit, meine Wutausbrüche kamen zurück und nahmen mit der Zeit immer mehr zu. Fehler konnte ich mir immer öfter nicht mehr verzeihen. Schlaflosigkeit, Überforderungen und dann auch noch Probleme in meiner WG nahmen mir meine Kraft. Doch ich wollte nicht aufgeben.

In all der Zeit wo ich Arbeitslos war habe ich zu spüren bekommen, wie wenig man wert ist, wenn man nicht arbeiten kann. Meine Familie zu enttäuschen, mir selbst einzugestehen, dass ich es nicht kann und meinen Chef hängen zu lassen. All das sind Gedanken die zunehmend in meinem Kopf schwirren. Zudem möchte ich doch etwas erreichen, meinen eigenen Weg gehen und vor allem raus aus dieser WG. Am liebsten mag ich auf’s ruhige Land ziehen und raus aus Bremen. Ich hasse diese Stadt, sie zeigt mir jeden Tag an so vielen Ecken wie ich gescheitert bin.

Auch wenn mir bewusst ist, dass ich viele der oben genannten Dinge nicht zu verantworten habe bzw. es einfach nicht so ist wie es mein Hirn sich zusammen spinnt fällt es mir dennoch unglaublich schwer mich zu motivieren. Am liebsten mag ich alles hinter mir lassen und endlich weg. Ja, selbst meinen Job mag ich hinter mir lassen.

Dieser Job, als EDV-Kraft auf 6h Basis begonnen in einem Verein für Menschen mit und ohne Behinderung, raubt mir viel Zeit. Ich habe zunehmend das Gefühl dort nicht richtig zu sein. So muss ich aber doch zugeben, dass es eine einmalige Chance für mich ist. Bin ich so lange Arbeitslos gewesen und für die Ämter als unvermittelbar eingestuft worden. Würde ich jetzt diesen Job beenden – aus welchen Gründen auch immer – wäre ich meine wohl einzige Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen dahin. Das ist eine der schwersten Lasten die ich gerade mit mir rumtrage und bisher sehe ich keine Lösung.

Zu all diesem Stress kommt mein gesundheitlicher Zustand. Meine Zähne sind so kaputt, dass eine langwierige Behandlung notwendig wurde. Diese kann ich allerdings aufgrund Nervenzusammenbrüchen nicht ambulant beim Zahnarzt machen. Doch keine Klinik die wir in den letzten Monaten erreicht haben möchte mich operieren, dabei bin ich sogar bereit mehrere hundert Kilometer dafür zu fahren. Alternativ wäre eine unter Hypnose stattfindende ambulante Behandlung möglich, welche Allerdings viel Geld kostet. Doch mit den Zähnen nicht genug. Ich muss abnehmen, meine Gallenblase muss entfernt werden, meine Ernährung sollte ich endlich in den Griff bekommen, meine Brille ist nun schon 15 Jahre alt und könnte eine Erneuerung vertragen und meine Ohren hören nicht mehr so gut. Durch mein enormes Gewicht sind auch Knie und Beine an der Belastungsgrenze. Rund um, gesundheitlich bin ich ein echtes Wrack und das obwohl ich keine körperliche Behinderung habe.

Und was tut man, wenn man Depression bekommt? Man fällt in schlimme Verhaltensmuster. Ich kapsel mich ab, rede seltener und weine häufiger. Mein Tag besteht aktuell aus Auto fahren, Musik hören und am PC sitzen. Ich habe Angst. Angst vor dem was kommt, vor dem was ich nicht tu und vor dem wie meine Situation zu explodieren scheint. Meine Freunde und Familie sind da, sie halten mich. Aber das ist nur ein Wall der das aufgestürmte Meer meiner Gefühle und Gedanken nicht mehr lange halten wird.

euer Timo

Twitter; das Missverständnis

Liebe Leser,

eigentlich schreibe ich selten über die kleinen und großen Missverständnisse welche mir auf diversen Plattformen begegnen. Doch heute ist mir etwas passiert, was ich mit euch teilen mag, denn aus einem einfachen lustigen Kommentar von mir wurde eine Herausforderung welche ich annahm und nun dafür ausgelacht werde.

Es geht um folgendes:
Eine Mutter schreibt auf Twitter, dass sie dem Kind auf die Frage, welche Länder es auf der Erde gibt, nur 13 nennen kann. (Und bevor es weiter geht, möchte ich darauf hinweisen, dass die Thread-Erstellerin mir gegenüber nicht negativ geworden ist. Außerdem geht es bei meiner Antwort nur darum, dass es für mich selbst seltsam ist nur 13 Länder zu kennen. Die Erstellerin hat ihre Stärken sicher wo anders und ist nicht weniger wertvoll!)
Hierauf antworte ich mit für mich erkennbarer Ironie:

 

 

 

Leider bekam ich daraufhin schon Kommentare, welche mir schnell ersichtlich machten, dass niemand (mal wieder) meinen Spaß verstand. Jedoch kam es noch besser.

 

Dies war für mich eine Aufforderung, welcher ich gerne nachgehe. Denn im Gegensatz zu anderen Leuten die das lasen, macht mir so etwas sehr viel Spaß. Ich zählte also ganze 102 Länder auf – ohne auf Google oder einem Atlas nachzuschauen. Für mich war dies eine sehr reife Leistung bzw. es zeigte mir mal wieder wie schlau ich doch bin, dass ich eben nicht ganz so dumm bin, wie manch einer dachte.

Doch scheinbar war dies für die anderen Leser kein Grund ruhig zu werden. Im Gegenteil, es wurde angefangen gegen meine Antwort zu kommentieren. Mit unteranderem folgenden Sätzen:

 

 

 

 

 

 

Natürlich ist es mir bewusst, jedoch war das, was ich getan habe ja nur eine Antwort auf die Aufforderung “machma”. Außerdem macht mir so etwas ja Spaß und daher ist es für mich keine verschwendete Lebenszeit. Dieser Kommentar ist für mich irritierend und ein bisschen angreifend. Jeder, den es nicht interessiert kann ja einfach weiter scrollen. Was mich allerdings viel mehr stört ist der Zuspruch den dieser Kommentar bekommen hat. Wie ihr seht bisher 73 Gefällt mir. Warum bekommt ein solcher Tweet soviel Zustimmung? Ich verstehe das wirklich nicht, vielleicht ist dies auch einfach nur mein eigenes Empfinden.

Es gibt noch ein paar andere Kommentare, welche mich stören, aber die lasse ich jetzt mal außen vor.

Nach der ganzen Sache frage ich mich jetzt, wie weit gehen wir bzw. dürfen wir gehen um über andere Menschen urteile zu bilden? Und wie weit ist zu weit? Warum müssen wir uns auf Twitter (oder anderen Social-Network-Plattformen) über das streiten, was uns Freude macht? Warum müssen wir uns generell darüber auslachen, was dem anderen vielleicht Spaß macht?

Auch wenn mich die Kommentare nerven, ich werde weiterhin solche Tweets schreiben. Vielleicht mögen aber mal die Menschen die das hier lesen, darüber nachdenken was die anderen verletzen könnte? Warum mich das ganze so verletzt? Ich bin ein Mobbingopfer in der Schule gewesen und man ist immer über mich hergezogen, hat alles was ich toll fand angegriffen oder zerrissen. Ich habe erst spät gelernt, dass es egal ist was andere davon halten, wenn es einem selbst Frieden bringt. Die Kommentare verletzen mich, weil sie mich an diese Mobbingzeit erinnern. Gleichzeitig mache ich aber weiter, weil es das ist, was mich zufrieden macht.

Wie geht ihr mit solchen Situationen um? Mögt ihr mir vielleicht erzählen, was ihr von diesem Beitrag haltet? Könnt ihr meine Situation verstehen oder ist es euch ein Rätsel? Schreibt mir gerne per Mail an fabian@timo-ewald.de

euer Timo

Wie ich war

Liebe Leser,

vor etwa zwei Wochen entdeckte ich durch Zufall ein altes Facebook-Konto von mir. Als ich las was da stand musste ich mich fast übergeben. Bei manchen Posts dachte ich ernsthaft, diese wären niemals von mir verfasst – doch sie waren es. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich an die meisten dieser Postings nicht erinnere und fast alles was ich damals wohl schrieb heute zu tiefst bereue.

Las ich meinen Freunden und meiner Freundin diese Posts und Messages vor, so bekam ich nur ein ungläubiges “Das bist du nicht” zurück. Scheinbar habe ich mich um mindestens 180° gedreht. Nun machte ich mir tagelang Gedanken dazu und ziehe nun ein Fazit. Bevor ich jedoch näheres erläutere möchte ich mich bei allen Entschuldigen die diese Art von mir in der Zeit zwischen 2009 und 2014 abbekommen haben. Ich schäme mich zutiefst dafür und würde so etwas heute nicht mehr schreiben. Vielleicht könnt ihr mir verzeihen.

Doch, was genau wurde auf diesem und einem weiteren Profil eigentlich geschrieben? Warum schäme ich mich so? Nun gut, mir fällt dieser Schritt nicht leicht, aber ich möchte zeigen wie sehr sich ein Mensch in 5 Jahren ändern kann. Daher hier eine kleine Erläuterung.

Obszöne Wortwahl

Das erste was mir auf dem Profil auffiel war meine zum Teil extrem obszöne Wortwahl. So beschrieb ich Frauen scheinbar grundsätzlich als Weiber, beleidigte sie als Nutten und jeder der meiner Meinung im Weg stand wurde auf’s übelste beleidigt, teilweise bedroht. Es ist für mich unbegreiflich wie ich damals schrieb und mag dies auch nicht mehr lesen. Klar, jeder hat mal einen schlechten Tag und wird ggf. mal ausfällig. Doch dieses Verhalten betonte jeglichen Grundkontext meiner Wortwahl. So schrieb ich auch in den zig Messages (es sind deutlich mehr als 1000 verschiedene Kontakte gewesen) in diesem hässlichen Stil.

Frauen sind genauso ein Teil unserer Gesellschaft und haben es genauso verdient gerecht behandelt zu werden. Dies ist meine heutige Meinung. Wenn ich mit jemanden Streit beginne beende ich diesen (meistens) frühzeitig und versuche meine Wut anders heraus zu lassen. Daher findet man solche Konversationen in meinen heutigen Profilen nur noch selten.

Vorverurteilung

Was mir auch auffiel waren meine Vorverurteilungen in diversen Posts und Kommentaren. In privaten Nachrichten genauso. So verurteilte ich jeden deren Meinung nicht meiner eigenen entsprach. Jeder der anders dachte bekam, wieder in obszönen Worten, meinen Hass ab. Dieses Verhalten habe ich selbst früher immer gehasst und wollte jeden so nehmen wie diese Person ist. Scheinbar gelang mir das nicht und meine Wut bekamen dann alle ab.

Mir ist heute eine offene, freilebende und gleichberechtigte Welt wichtig. Jeder Mensch darf so sein wie diese Person es möchte (so lange es nicht kriminell, verletzend wird). Was mich damals dazu bewegte kann ich heute nicht nachvollziehen.

Meckern, meckern, meckern

Etwas, dessen ich mir heute bewusst bin, wollte ich damals jedem Vorwerfen: das Unverständnis meiner Situation. Dazu muss man sagen, dass ich heute weiß, wie wenig ich selbst von mir und meiner Situation verstand. Ich verurteilte jeden der nicht verstand wie katastrophal es war, wenn etwas nicht funktionierte. Kurzum: ich meckerte. Meine obszöne Wortwahl wurde von meinem gemeckert noch unterstützt – gesamtheitlich ist es heute sehr schwer diese zu ertragen.

Was hat sich noch geändert?

Ich überlege mir viel öfter wie eine Situation ist, wie sie für andere sein könnte und wie viel es ausmacht sich darüber aufzuregen. Erst danach flippe ich aus und verzieh mich in meine Ruheecke zurück. Ich bin selten noch aggressiv und vor allem nicht mehr gegen andere. Wenn doch, dann schäme ich mich dafür sofort und bringe diese Scham auch zum Ausdruck. Generell möchte ich wirklich, dass jeder Mensch eine gewisse Ruhe in meiner Umgebung bekommt. Auch wenn ich das hier mit dem Wissen schreibe, wie ich einst war, habe ich keine Ahnung wie vielen Menschen ich da draußen wirklich weh getan habe. Ich kann es nur schätzen – und bei jeder Schätzung wird mir schlecht.

Verzeihen ist ein großes Stichwort, so verzeih ich mir viel viel öfter Fehler und verzeihe anderen Menschen wenn sie etwas tun, was mich aus der Fassung bringt. Generell bin ich um einiges ruhiger geworden, achte mehr darauf was andere möchten und akzeptiere dies auch dann wenn es meiner Meinung widerspricht.

Was lerne ich daraus?

Grundsätzlich: Jeder Mensch kann sich verändern. Persönlich: Mehr auf mich und andere achten und jeden so wertzuschätzen wie diese Person für mich wirklich ist.

 

Ich wünsche allen die das lesen ein schönes Wochenende!

euer Timo

Zum Glück ein Unglück

Liebe Leser,

diese Woche war ein auf und ab der Gefühle und Erfahrungen. Am Montag war ich glücklich und froh für alles was ich habe und am Dienstag morgen bin ich mit höllischen Schmerzen ins Krankenhaus gekommen. Diagnose, nach 3h Untersuchungen: Magenschleimhautentzündung und eine Speiseröhrenentzündung – auch bekannt als Gastritis mit Reflux. Therapie? 14 Tage Medikamente einnehmen.

Da war es wieder, dieses Thema “Gesundheit”. Predigte ich anderen immer sich gesund zu ernähren, zum Arzt zu gehen und sich fit zu halten, hielt dies bei mir nie länger als 2 Wochen. Gesunde Ernährung fällt mir schwer, was man dann auch in meinem Gewicht sieht: Mehr als 130kg bei 189cm Körpergröße. Wer umrechnen mag, mein aktueller BMI ist 40.0. Sportliche Betätigungen war für mich immer ein Hindernis – viel zu anstrengend. Und brauchte ich es doch bisher nicht, lebte ich doch gut…

Ha-ha. Ich habe mich jahrelang selbst belogen und betrogen. 2017 hatte ich eine Thrombose im Bein (und auch das nahm ich auf die leichte Schulter), meine beste Freundin hatte Angst das ich sterbe. Meine Knochen machen seit Jahren sich durch Schmerzen und Bewegungseinschränkungen bemerkbar. Mein Rücken kann kaum mehr Lasten tragen und dem Magen geht es seit Monaten nicht gut. So bekam ich schon im Dezember 2018 einen solchen Anfall, welcher nach einer Stunde wieder vorbei war. Und was unternahm ich? Nichts! War wohl nicht schlimm genug.

Der erste große Schock war für mich, dass ich im Dezember 2018 die 150kg überschritt und ich doch nie so viel wiegen wollte. Ich nahm all meine Kraft zusammen und schaffte es tatsächlich wieder unterhalb von 150kg. Doch wer glaubt ich änderte dann etwas an meinem Lebensstil liegt Meilenweit entfernt. Im Gegenteil, ich fraß Burger, Pommes, Kuchen, Eis und immer mehr Süßigkeiten sowie salzige Knabbersachen. Genau gesagt, bis zum letzten Dienstag.

Diese Schmerzen waren sicher nicht vergleichbar mit jemanden der eine langjährige Erkrankung hat oder einen Unfall erlebte, jedoch waren sie für mich das schmerzvollste was ich erlebt habe bisher. Dies gab ich auch im Krankenhaus an, eine volle 10 von 10. Ich wünsche niemanden, dass er diese oder schlimmere Schmerzen ertragen muss. Weder liegen, sitzen noch stehen ging.

Seit Dienstag habe ich 2,6kg abgenommen und bin schon ganz froh darüber. Außerdem möchte ich nun wirklich etwas gegen mein Gewicht, für meine Gesundheit und vor allem gegen den instabilen Körper tun. So habe ich mir ein Leihfahrradvertrag geholt und versuche mehr Rad zu fahren. Außerdem möchte ich meine Ernährung – nur für mich – auf den Prüfstand stellen und überlegen warum ich was wie gerade esse. So habe ich in dieser Woche mehr Salat, Gemüse und gesunde Sachen gegessen wie seit letztem Sommer nicht mehr innerhalb einer Woche.

Vielleicht habe ich jetzt den Sprung in die richtige Richtung geschafft. Wir werden sehen.

Was sonst noch so in dieser Woche passiert ist?

Nunja, ich konnte mich nicht dazu aufraffen trotz meinem Gefühlschaos zur Arbeit zu gehen obwohl dies doch eine super Ablenkung sein soll. Und ich habe mich darüber gewundert und gefreut wie lecker einfaches Essen doch sein kann.

Das war meine Kalenderwoche 15. Ich melde mich bald wieder. Macht’s gut!

euer Timo

Meine Top Musik: Kalenderwoche #14

Liebe Leser,

ab jetzt möchte ich euch regelmäßig meine Lieblings- bzw. Topmusik der Woche präsentieren. Dabei sind Lieder verschiedener Genres und Sprachen. Auf der Liste findet ihr nur Musik die ich aktuell gerne höre. Lieder dich nicht mehr feiere werde ich entfernen. So aktualisiert sich die Liste regelmäßig. Diese Liste wurde übrigens überarbeitet und die ersten 15 Lieder sind nach Favoriten geordnet. Platz 1 ist also auch Platz 1 der Liste. Die Playlist findet ihr immer hier: https://www.youtube.com/playlist?list=PL6ldXJv3Hpn24O0-IhEG9x9_O4ZTu_R2K

Hier sind meine Top 10 der Kalenderwoche 14 2019.

  1. Wincent Weiss – Kaum erwarten
  2. Wincent Weiss – Was machst du nur mit mir [kann nur das neue Album “Irgendwie anders” empfehlen]
  3. Louane feat. Julien Doré – Midi sur novembre
  4. Marwa Loud – T’es où?
  5. Senad Hasani – Dein Mann
  6. Kontra K – Warnung
  7. Nena – ? Fragezeichen
  8. Wurst und Feinkost – Freiheit [echte Bremer Musik!]
  9. Mal Élevé – Mittelmeer
  10. SaRaha – Shemeji [Suaheli – meistgesprochene Sprache in Afrika]

Und welche Lieder habt ihr in dieser Woche gerne gehört? Schreibt mir doch inspirativ eure Favoriten per Mail.

Einbruch, Wahrung, Haltung und Hoffnung

Einbruch

Liebe Leser,

seit Mai 2018 war ich in einem dauerhaften Zustand der Zufriedenheit. Dieser ließ mich alles locker nehmen und immer klar denken. Ich konnte endlich mal wieder raus gehen und Dinge tun, welche vorher nicht so einfach für mich waren.

Doch im Februar 2019 merkte ich immer mehr, dass dieser Zustand mich verläßt. So war ich immer mehr gereizt, habe mich und andere verurteilt und bin auf so manche Provokation angesprungen. Dabei verletzte ich nicht nur mich selbst.

Wohl ist mir bewusst, dass ich mich auf einem guten Weg in die Depression befinde, jedoch aktuell gibt’s für mich noch keine Lösung für dieses Problem.

Wahrung

Da ich 2017 und 2018 so viel über mich gelernt habe und nun weiß wie ich eine Depression überstehe sowie eine lange Zeit der Unzufriedenheit. Ich bewahre mir die Gedanken darüber wieviel schönes ich besitze und welche Menschen immer an meiner Seite sind. Dies habe ich gelernt und kann es endlich benutzen.

Haltung

Auf Twitter habe ich in den letzten Wochen einige fragwürdige Beiträge hinterlassen und musste Anfeindungen über mich ergehen lassen. Nun werde ich mir die Haltung bewahren solche Beiträge zu unterlassen. Lieber schreibe ich hier meine Gedanken zu einem Thema.

Hoffnung

Tatsächlich habe ich aktuell noch die Hoffnung, dieses Jahr wieder so zufrieden zu werden wie 2018. Jedoch wird der Weg dahin schwer. Aus persönlichen Gründen habe ich alle Beiträge meiner Webseite offline gestellt. Ich hoffe 2019 wird noch ein gutes Jahr.

Wenn Du magst folg mir, dann bekommst Du ab jetzt regelmäßig etwas von mir zu lesen.

Ich wünsche allen einen schönen Frühling.

Euer Timo

Liebe S.

Gerade sitze ich auf meinem Sofa in meinem großen Zimmer und grübel. Ich denke an die Frau, die mir vor einem Jahr mein Lachen nahm und von der ich mich abwandte, weil ich mich schützen wollte. Diese Frau, die mir 5 Jahre meines Lebens immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zauberte und mit der ich auch spontan, Nachts, auf der Suche nach Ruhe und Glück stundenlang im Auto durch die Welt fuhr. Eine Frau, welche nie aufhörte für das zu kämpfen, was ihr wichtig war und die jetzt bestimmt wieder etwas tut, dass sie glücklich macht.

Es gibt öfter Momente in denen ich an dich, an unsere Zeit denke, mich frage wie es dir geht, was du machst. Was ist aus uns geworden und was würde passieren wenn ich dich aufsuchen würde. Was machst du dann, was sagst du, würdest du mich anschreien oder verstummen? Ich frage mich das immer wieder und erachte es dann als wichtiger dich und mich zu schützen und nichts zu tun. Ich könnte. Ich weiß wo du bist, komme in wenigen Minuten dahin. Ich kenne deinen Namen und deine Leute.

Aber traue ich mich das auch? Die Frau wieder zu sehen, die erst mich massiv verletzte und die ich dann von mir stieß, sie verletzte in dem ich endlich mal vollkommen ehrlich zu ihr war. Traue ich mich das? Nein, wahrscheinlich nicht, dafür bin ich dann doch zu sehr Autist und gefangen in meinen Gefühlen.

Ich habe meine Schwester nach dir gefragt, dass mache ich immer wieder. Dir geht es gut und der kleinen auch, sagt sie. Das erleichtert mich. Es macht mich wirklich sehr glücklich, wenn ich weiß dass es euch gut geht.

Vor Monaten schrieb ich dir den Song “die Blume”, und ich hatte noch Gefühle, vermisste dich sehr. Inzwischen vermisse ich nur noch die Freundschaft. Wie der Song weiß ich nicht ob dich dieser Brief, dieser Blogeintrag erreichen wird. Ich wünsche es mir sehr.

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