Timo Ewald

Jeder hat eine Geschichte, dies ist meine!

Kategorie: Liebe

Lebenszeichen

Liebe Leser_in,

dies ist der zweite Versuch, meine Gedanken aufzuschreiben. In diesem Monat ist soviel passiert, dass ich es noch gar nicht alles beschreiben kann. Im August verlor ich dank meiner Depression meinen Job, Anfang September hatte ich einen Autounfall bei dem mein Auto zerstört und mir damit meine größte Freiheit genommen wurde. Seit Anfang September hatte ich außerdem Stress mit dem Amt, welches mir meine Grundsicherung auszahlte und war kurz davor die Stadt zu wechseln um meiner Freundin näher zu sein. Und genau diese machte an dem ersten Wochenende (zwei Tage nach dem Unfall) mit mir Schluss. Wie ich später erfuhr liebte sie mich schon seit Monaten nicht mehr und hatte mich belogen. Mehrfach.

Mitte September, also vor ein paar Tagen, bekam ich dann noch eine blöde Erfahrung. Dies war zuviel für mich. Alleine zuhause klappte ich zusammen und wurde am Boden liegend, bei Bewusstsein und Unterzuckert vom Rettungsdienst gefunden und in ein Krankenhaus gebracht. Inzwischen bin ich wieder zuhause. Wie es mir geht, was fühle und teilweise auch das was ich denke oder mache entfällt mir. Ich tue oft etwas und habe danach keinerlei Ahnung was ich gemacht habe.

Ich hoffe das war es mit negativen Erfahrungen im September und hoffe der Oktober wird besser. Als kleine Anmerkung: Im Oktober (Datum steht noch nicht fest) wird mein neues Album “Feenstaub” erscheinen. Am besten einfach mal Ende Oktober auf dieser Webseite vorbei schauen!

Vielen Dank für’s Lesen dieser kurzen Nachricht und bis bald

Zum Glück ein Unglück

Liebe Leser,

diese Woche war ein auf und ab der Gefühle und Erfahrungen. Am Montag war ich glücklich und froh für alles was ich habe und am Dienstag morgen bin ich mit höllischen Schmerzen ins Krankenhaus gekommen. Diagnose, nach 3h Untersuchungen: Magenschleimhautentzündung und eine Speiseröhrenentzündung – auch bekannt als Gastritis mit Reflux. Therapie? 14 Tage Medikamente einnehmen.

Da war es wieder, dieses Thema “Gesundheit”. Predigte ich anderen immer sich gesund zu ernähren, zum Arzt zu gehen und sich fit zu halten, hielt dies bei mir nie länger als 2 Wochen. Gesunde Ernährung fällt mir schwer, was man dann auch in meinem Gewicht sieht: Mehr als 130kg bei 189cm Körpergröße. Wer umrechnen mag, mein aktueller BMI ist 40.0. Sportliche Betätigungen war für mich immer ein Hindernis – viel zu anstrengend. Und brauchte ich es doch bisher nicht, lebte ich doch gut…

Ha-ha. Ich habe mich jahrelang selbst belogen und betrogen. 2017 hatte ich eine Thrombose im Bein (und auch das nahm ich auf die leichte Schulter), meine beste Freundin hatte Angst das ich sterbe. Meine Knochen machen seit Jahren sich durch Schmerzen und Bewegungseinschränkungen bemerkbar. Mein Rücken kann kaum mehr Lasten tragen und dem Magen geht es seit Monaten nicht gut. So bekam ich schon im Dezember 2018 einen solchen Anfall, welcher nach einer Stunde wieder vorbei war. Und was unternahm ich? Nichts! War wohl nicht schlimm genug.

Der erste große Schock war für mich, dass ich im Dezember 2018 die 150kg überschritt und ich doch nie so viel wiegen wollte. Ich nahm all meine Kraft zusammen und schaffte es tatsächlich wieder unterhalb von 150kg. Doch wer glaubt ich änderte dann etwas an meinem Lebensstil liegt Meilenweit entfernt. Im Gegenteil, ich fraß Burger, Pommes, Kuchen, Eis und immer mehr Süßigkeiten sowie salzige Knabbersachen. Genau gesagt, bis zum letzten Dienstag.

Diese Schmerzen waren sicher nicht vergleichbar mit jemanden der eine langjährige Erkrankung hat oder einen Unfall erlebte, jedoch waren sie für mich das schmerzvollste was ich erlebt habe bisher. Dies gab ich auch im Krankenhaus an, eine volle 10 von 10. Ich wünsche niemanden, dass er diese oder schlimmere Schmerzen ertragen muss. Weder liegen, sitzen noch stehen ging.

Seit Dienstag habe ich 2,6kg abgenommen und bin schon ganz froh darüber. Außerdem möchte ich nun wirklich etwas gegen mein Gewicht, für meine Gesundheit und vor allem gegen den instabilen Körper tun. So habe ich mir ein Leihfahrradvertrag geholt und versuche mehr Rad zu fahren. Außerdem möchte ich meine Ernährung – nur für mich – auf den Prüfstand stellen und überlegen warum ich was wie gerade esse. So habe ich in dieser Woche mehr Salat, Gemüse und gesunde Sachen gegessen wie seit letztem Sommer nicht mehr innerhalb einer Woche.

Vielleicht habe ich jetzt den Sprung in die richtige Richtung geschafft. Wir werden sehen.

Was sonst noch so in dieser Woche passiert ist?

Nunja, ich konnte mich nicht dazu aufraffen trotz meinem Gefühlschaos zur Arbeit zu gehen obwohl dies doch eine super Ablenkung sein soll. Und ich habe mich darüber gewundert und gefreut wie lecker einfaches Essen doch sein kann.

Das war meine Kalenderwoche 15. Ich melde mich bald wieder. Macht’s gut!

euer Timo

Liebe S.

Gerade sitze ich auf meinem Sofa in meinem großen Zimmer und grübel. Ich denke an die Frau, die mir vor einem Jahr mein Lachen nahm und von der ich mich abwandte, weil ich mich schützen wollte. Diese Frau, die mir 5 Jahre meines Lebens immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zauberte und mit der ich auch spontan, Nachts, auf der Suche nach Ruhe und Glück stundenlang im Auto durch die Welt fuhr. Eine Frau, welche nie aufhörte für das zu kämpfen, was ihr wichtig war und die jetzt bestimmt wieder etwas tut, dass sie glücklich macht.

Es gibt öfter Momente in denen ich an dich, an unsere Zeit denke, mich frage wie es dir geht, was du machst. Was ist aus uns geworden und was würde passieren wenn ich dich aufsuchen würde. Was machst du dann, was sagst du, würdest du mich anschreien oder verstummen? Ich frage mich das immer wieder und erachte es dann als wichtiger dich und mich zu schützen und nichts zu tun. Ich könnte. Ich weiß wo du bist, komme in wenigen Minuten dahin. Ich kenne deinen Namen und deine Leute.

Aber traue ich mich das auch? Die Frau wieder zu sehen, die erst mich massiv verletzte und die ich dann von mir stieß, sie verletzte in dem ich endlich mal vollkommen ehrlich zu ihr war. Traue ich mich das? Nein, wahrscheinlich nicht, dafür bin ich dann doch zu sehr Autist und gefangen in meinen Gefühlen.

Ich habe meine Schwester nach dir gefragt, dass mache ich immer wieder. Dir geht es gut und der kleinen auch, sagt sie. Das erleichtert mich. Es macht mich wirklich sehr glücklich, wenn ich weiß dass es euch gut geht.

Vor Monaten schrieb ich dir den Song “die Blume”, und ich hatte noch Gefühle, vermisste dich sehr. Inzwischen vermisse ich nur noch die Freundschaft. Wie der Song weiß ich nicht ob dich dieser Brief, dieser Blogeintrag erreichen wird. Ich wünsche es mir sehr.

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