Liebe S.

Gerade sitze ich auf meinem Sofa in meinem großen Zimmer und grübel. Ich denke an die Frau, die mir vor einem Jahr mein Lachen nahm und von der ich mich abwandte, weil ich mich schützen wollte. Diese Frau, die mir 5 Jahre meines Lebens immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zauberte und mit der ich auch spontan, Nachts, auf der Suche nach Ruhe und Glück stundenlang im Auto durch die Welt fuhr. Eine Frau, welche nie aufhörte für das zu kämpfen, was ihr wichtig war und die jetzt bestimmt wieder etwas tut, dass sie glücklich macht.

Es gibt öfter Momente in denen ich an dich, an unsere Zeit denke, mich frage wie es dir geht, was du machst. Was ist aus uns geworden und was würde passieren wenn ich dich aufsuchen würde. Was machst du dann, was sagst du, würdest du mich anschreien oder verstummen? Ich frage mich das immer wieder und erachte es dann als wichtiger dich und mich zu schützen und nichts zu tun. Ich könnte. Ich weiß wo du bist, komme in wenigen Minuten dahin. Ich kenne deinen Namen und deine Leute.

Aber traue ich mich das auch? Die Frau wieder zu sehen, die erst mich massiv verletzte und die ich dann von mir stieß, sie verletzte in dem ich endlich mal vollkommen ehrlich zu ihr war. Traue ich mich das? Nein, wahrscheinlich nicht, dafür bin ich dann doch zu sehr Autist und gefangen in meinen Gefühlen.

Ich habe meine Schwester nach dir gefragt, dass mache ich immer wieder. Dir geht es gut und der kleinen auch, sagt sie. Das erleichtert mich. Es macht mich wirklich sehr glücklich, wenn ich weiß dass es euch gut geht.

Vor Monaten schrieb ich dir den Song “die Blume”, und ich hatte noch Gefühle, vermisste dich sehr. Inzwischen vermisse ich nur noch die Freundschaft. Wie der Song weiß ich nicht ob dich dieser Brief, dieser Blogeintrag erreichen wird. Ich wünsche es mir sehr.