die Blume

In einer Wüste eine Blume blüht,
deren unermüdliche Sehnsucht
nach Freiheit sucht,
einen Wasserstrahl oder das Meer.

Sie sucht sich Wege und bahnt
dem Ziel entgegen nie gerannt,
was könnte ihr auch nur passieren,
wird sie ihre Sehnsucht verlieren?

Ich sah sie, nahm sie, trag sie
ein Stück des Weges lang,
half ihr, nahm ihr, all die Laster ab,
kehrte ihr so bald den Rücken,
ließ sie alleine, wollte nichts verrücken.

Ref:
Du bist diese Blume,
ich habe dich vergessen,
Du bist diese Blume,
wollte nie vergessen,
war von unserer Idee
Familienidee besessen.

Komm zurück, vermiss dich doch!
Komm zurück, ich liebe dich noch!

Die Blume bahnte ihren Weg,
weiter Richtung Ziel,
doch war sie nie mehr so still,
rief nach Wegbegleitern und bekam
einen schrecklichen Blumenmann.

Er nahm ihr all die Lust,
all ihre Ziele, gab ihr neue Triebe,
verbog sie bis sie brach,
und alleine ohne ihn in See stach.

Ich sah sie am Ufer,
lag sie zerbrochen dar,
nahm sie, half ihr, gab ihr,
was keiner gab, was keiner tat.

Ref:
Du bist diese Blume,
ich habe dich vergessen,
Du bist diese Blume,
wollte nie vergessen,
war von unserer Idee
Familienidee besessen.

Komm zurück, vermiss dich doch!
Komm zurück, ich liebe dich noch!

So ward sie mit der Zeit wieder wunderbar,
einzigartig schön, sprieß und lebte vor sich hin,
der Blumenmann schenkte ihr ein neues Glück,
sah zu und wurde ganz verrückt,
hätte es beinahe adoptiert,
hätte sie beinahe beide repariert.

Doch so schwer die Zeilen hier auch sind,
so ließ ich dich fort, ließ Regen fallen,
ließ Sonne brennen, ging hier fort.
Du, die du diese Blume bist, dich ließ ich hier,
du bliebst dort. Es tut mir leid.

Ref:
Du bist diese Blume,
ich habe dich vergessen,
Du bist diese Blume,
wollte nie vergessen,
war von unserer Idee
Familienidee besessen.

Komm zurück, vermiss dich doch!
Komm zurück, ich liebe dich noch!

Geschrieben am 13.05.2018 für Sina